Betreuungsübernahme meistern
- Claudia Wendt
- 24. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Beratung, die Familien stärkt
In unserem hektischen Alltag voller Verantwortung und Herausforderungen fühlen wir uns oft wie auf einem Drahtseil. Besonders wenn es um die Betreuungsübernahme für einen Angehörigen geht, der plötzlich - durch Krankheit, Alter oder Unfall - nicht mehr allein zurechtkommt. Die Familie steht vor einer Lawine aus Emotionen, Formularen und Entscheidungen.
Ich kenne das aus meiner Praxis als Beraterin für hilfesuchende Menschen, als Mentorin für Führungskräfte und in meiner täglichen Arbeit als rechtliche Betreuerin. Durch meine 38 Jahre Berufserfahrung kann ich mit Sicherheit sagen: Hier hilft nur eine neue Art der Orientierung - Beratung, die wirklich entlastet und stärkt und dabei hilft, die eigene Perspektive zu ordnen und einen neuen Blick auf die Dinge zu erhalten.
Und Sie sind dabei keineswegs allein: Eine repräsentative Studie der TH Köln (2018) zeigt, dass 1,25 Millionen Menschen in Deutschland rechtlich betreut werden - größtenteils von Angehörigen. Fast zwei Drittel dieser Familienbetreuer fühlen sich regelmäßig überfordert durch fehlendes Fachwissen bei rechtlichen Aufgaben wie Finanzen, Verträgen und Wohnentscheidungen.
Stellen Sie sich vor: Statt Panik und Streit entsteht Klarheit. Besonders schmerzhaft: Die Beziehung zu Mama oder Papa verändert sich grundlegend - von der fürsorglichen Tochter plötzlich zur "Entscheiderin" über Finanzen und Wohnen. Die Studie der TH Köln bestätigt zudem: Fast zwei Drittel der Familienbetreuer fühlen sich unsicher - nicht nur rechtlich, sondern auch in ihrer neuen Rolle gegenüber dem Angehörigen.
Der Wendepunkt: Von Überforderung zur Souveränität
"Betreuungsübernahme" klingt bürokratisch, ist aber pure Lebenshilfe. Nach § 1896 BGB übernehmen Sie als Familienmitglied Aufgaben wie Finanzen, Gesundheit oder Wohnen - immer nach dem Motto "So viel Selbstbestimmung wie möglich, so viel Hilfe wie nötig."
Doch ohne Begleitung stolpern viele: Konflikte mit Geschwistern, falsche Antragstellungen, fehlende Netzwerke... Die TH-Köln-Studie macht deutlich: Über 537.000 ehrenamtliche Familienbetreuer kämpfen mit diesen Herausforderungen.
Warum jetzt handeln? Weil Familie zählt.
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